Farngut

DAS Team

Gemeinsam als Team haben wir uns zum Ziel gesetzt Schritt für Schritt zu gehen, um unsere Werte täglich zu Leben und eine nachhaltige Landwirtschaft zu betreiben. Dabei gehen wir einen neuen Weg, mit eigenen Lösungsansätzen, die zukunftsfähig sind. So leben wir Innovation und einen verantwortungsvollen Umgang mit Mensch und Natur.

Markus Bucher

Betriebsleiter (Anbau, Infrastruktur, Innovation)

Ines Otz

Verarbeitung, Küche

Brigitte Grossenbacher

Administration

Franziska Kuratli

berät und organisiert die betriebliche Neuorientierung

Viviane Brönnimann

Kommunikation und Erlebnisse

Unsere Vision

Die vier Grundwerte Gesunder Boden, Soziale Gesundheit, Ökomische Gesundheit und Ökologische Gesundheit vereinen uns als Team und bilden den Kompass für unser Tun auf dem Betrieb. Unsere Kurzvideos geben wir einen Einblick!

Gesunder Boden

Wir pflegen den Boden mit unterschiedlichen Gründüngungen, Komposttee und Mikroorganismen. Für die Bearbeitung wählen wir leichte und bodenschonende Maschinen und trennen die Fahrspuren von der Anbaufläche. Das bedeutet, dass wir mit dem Traktor immer auf denselben begrünten, tragfähigen Streifen fahren. Dies hat das Ziel, die Anbaufläche nicht mehr zu belasten, respektive nicht mehr zu verdichten. Das schont das allgemeine Bodenleben (Regenwürmer, Käfer, Pilze und weitere Helfer) und ermöglicht eine sanftere Bodenbearbeitung.

Soziale Gesundheit

Aktuell beträgt die wöchentliche Arbeitszeit im Kanton Bern auf einem Gemüsebau-Betrieb 52,5 Stunden. Auf dem Farngut sind wir bei 50 Stunden pro Woche im Anbau und bei 42,5 Stunden pro Woche in der Administration. Wir wollen dieses Ungleichgewicht generell auf 42,5 Stunden pro Woche anpassen. Die ausländischen Arbeitskräfte, welche uns tagtäglich die wichtigsten Arbeiten erledigen, arbeiten mehr und verdienen bedeutend weniger als andere. Das ist aus unserer Sicht nicht gerechtfertigt – wir wollen das ausgleichen. Ein 13. Monatslohn ist in der Landwirtschaft in der Regel ein Fremdwort – auch das wollen wir auf dem Farngut ändern. Mit diesen Massnahmen soll es gelingen wieder qualifizierte Arbeitskräfte aus der Region für die Landwirtschaft zu gewinnen.

Ökonomische Gesundheit

Um das Farngut langfristig gesund zu erhalten, braucht es auf allen Ebenen Pflege. Sei es beim Boden, in der Vielfalt, bei den Mitarbeitern, bei den Kunden, bei der Infrastruktur und nicht zuletzt auch beim Betriebsleiter. Dies hat alles seinen Preis und soll so entschädigt werden, dass auch Raum für Innovation entsteht. Die etwas höheren Preise spiegeln die Kosten wider, die mit der nachhaltigen Pflege des Farnguts einhergehen. Indem Du dich für DAS Angebot entscheidest, investierst Du nicht nur in hochwertige Produkte und schöne Momente auf dem Betrieb, sondern auch in eine nachhaltige Zukunft!

Ökologische Gesundheit

Wir sehen die Ernährungssicherheit in der Vielfalt. Unser Angebot bietet unseren Kunden und Kundinnen die Möglichkeit sich abwechslungsreich mit naturnah produzierten Lebensmitteln zu ernähren. Zudem schafft die Vielfalt auf dem Feld eine stabiles Ökosystem, welches den Herausforderungen des Klimawandels gewachsen ist. Ob kleinste Lebewesen, Insekten, Vögel, Tiere oder unterschiedliche Pflanzen, Bäume und Sträucher – all das ist wichtig und hat auf dem Farngut seine Daseinsberechtigung. Indem wir Lebensraum erhalten und neu schaffen, wollen wir all dem genügend Platz gewähren. Auch der Umgang mit dem Wasser liegt uns sehr am Herzen: Das Wasser soll sauber bleiben. Somit wählen wir im Alltag auch entsprechende Hilfsmittel, sei es in der Produktion, Verarbeitung oder im eigenen Haushalt. Viele Installationen auf dem Farngut haben eine schlechte Energieeffizienz. Das wollen wir Schritt für Schritt optimieren.

Unser Betrieb

Seit 1998 leitet Markus Bucher das Farngut. In dieser Zeit hat er zahlreiche Veränderungen vorgenommen, um den Betrieb immer wieder nach seinem Gutdünken auszurichten. Der Betrieb wird bereits seit 2003 nach den Richtlinien von Bio Suisse bewirtschaftet. Insgesamt umfasst er eine landwirtschaftliche Nutzfläche von rund 30 ha.

Die folgenden Betriebszweige prägen das tägliche Geschehen auf dem Betrieb:

Permakultur

Rund um unsere Betriebsgebäude legen wir ein 8 Hektaren grosses Permakultur-System an. Circa 4 Hektaren dieses Systems sind bereits gestaltet – ab Frühling 2024 entsteht die restliche Fläche. In diesen Flächen kultivieren wir Gemüse, Kräuter, Obst, Nüsse, trockene Hülsenfrüchte, Ölsaaten und Getreide. Zwischen den «produktiven» Anbauflächen finden sich verschiedenste Ökoelemente wie Grasstreifen, Ast- oder Steinhaufen und Tümpel. Diese bieten Kleinstlebewesen, Insekten, Vögeln und Wildtiere einen Lebensraum. Durch die grosse Vielfalt an Kulturen, Lebewesen und Strukturen stellt sich auf der Fläche ein ökologisches Gleichgewicht ein. Dieses soll uns ermöglichen den Boden , unsere Lebens- und Arbeitsgrundlage, sowie alles was darauf gedeiht, langfristig gesund zu erhalten. Die naturnahe Atmosphäre trägt zudem zum ausgeglichenen Arbeitsalltag bei und macht die Feldarbeiten abwechslungsreicher. Unser Selbstpflückfeld, welches sich mitten in dieser Permakultur-Fläche befindet, wie auch die Produkte von dieser Fläche stehen ausschliesslich unseren Kundinnen und Kunden von DAS Angebot zur Verfügung. Erfahre hier (PDF), welche Kulturen bei uns gedeihen.

Ackerkulturen

Auf rund 20 Hektare bauen wir Ackerkulturen, wie Dinkel, Hafer oder Raps in Reinkultur an. Die Felder werden mit vernetzenden Biodiversitäts-Elementen unterbrochen: So säen wir alle 16 Meter Blühstreifen mit artenreichen Wildblumenmischungen an. Diese Mischungen sorgen nicht zuletzt für den ökologischen Ausgleich in der Reinkultur, indem sich Populationen von Marienkäfern, Schweb- und Florfliegen sowie Vögel ansiedeln können und so eventuelle nachteilige Insekten im Schach halten (z.B. Blattläuse und Kohlfliegen). Die Ernte dieser Felder kannst Du teils als Kunde und Kundin von DAS Angebot beziehen, teils werden diese an den Handel geliefert (beispielweise Biofarm). Erfahre hier (PDF), welche Kulturen bei uns gedeihen.

Verarbeitung

Um die wertvolle Ernte möglichst ganzheitlich zu verwerten und damit den Food-Waste auf dem Betrieb so gut als möglich zu vermeiden, verarbeiten wir überreifes Obst und Ernteresten von Gemüse weiter zu leckeren Köstlichkeiten! So entstehen beispielsweise Trockengemüse- und früchte, Bouillon, süsssaures Gemüse und Konfitüre. Auch unsere Getreide werden zu frischem Brot, Züpfe und Teigwaren weiterverarbeitet. Die saisonalen Produkte aus der Verarbeitung sind in unserem Gesamtpacket DAS Angebot erhältlich. An den Jahreszeitenfesten kommst Du als Kunde oder Kundin wie auch Gäste in den Genuss eines liebevollen, saisonalen Menus aus der Farngut-Küche.

Vermarktung

Unsere Vermarktungsstruktur soll möglichst direkt und einfach sein.

Wir schätzen den direkten Kontakt zu unseren Kunden sehr und wollen diese am Betriebsleben teilhaben lassen. So bieten wir an den Abholtagen von DAS Angebot freitags und samstags die Möglichkeit für einen Austausch mit uns und unserem Betrieb (Tiere, Pflanzen, Menschen…) oder im Bistro. Zudem stehen unseren Kunden der KinderGARTEN und das Selbstpflückfeld die gesamte Woche offen (Ausnahme: Sonntag ist Ruhetag).

Unsere Stärke ist der Anbau von Lebensmitteln und die damit einhergehende Pflege der Natur. Wir sind aber keine Logistik-Profis. Deshalb wollen wir die Logistik so einfach wie möglich gestalten, damit wie den Fokus auf unser Kerngeschäft richten können. Ausserdem ist es uns wichtig, dass unsere Produkte möglichst frei von Verpackungen zu dir gelangen.

Events

Auf unserem Betrieb gibt es viel zum Beobachten, Staunen und Lernen. So veranstalten wir viermal jährlich die Jahreszeitenfeste. Weitere Erlebnisse sowie Events rund um das Selbstpflückfeld und den KinderGARTEN (Einführungstage) sind in DAS Angebot enthalten. Auf Anfrage bieten wir gerne auch Führungen und Kurse für Externe (Kindergarten- und Schulklassen, Firmen, Vereine) an.

Innovation

Im Bereich Landwirtschaft arbeiten wir direkt mit der Natur zusammen und sind so stetig mit neuen Herausforderungen konfrontiert – sei dies extreme Trockenphasen oder Starkregen. Wir beobachten die natürlichen Kreisläufe und Geschehnisse in den Kulturen und versuchen daraus neue, kreative Lösungen zu kreieren. Dabei dient uns die Permakultur-Fläche auch als Experimentierfeld (z.B. Sorten- und Standortwahl von Kulturen). Diese innere, neugierige Haltung ermöglicht uns, Veränderungen anzunehmen. So optimieren wir stetig unsere Arbeitsabläufe auf den Feldern (Bodenbearbeitungstechnik, etc.) und in der Infrastruktur (Inventar Verarbeitung und Büro).

Betriebsprägende Veränderungen

Seit beinahe 27 Jahren leite ich, Markus, das Farngut. In dieser Zeit habe ich zahlreiche Veränderungen vorgenommen, von denen viele erfolgreich waren.

Im Herbst 2022 traf ich die Entscheidung, die Gemüseproduktion für den Detailhandel aus wirtschaftlichen Gründen einzustellen. Gleichzeitig entschloss ich mich dafür unsere Produkte direkt zu vermarkten. Nach einem Jahr hat sich gezeigt, dass unsere Direktvermarktungsangebote, genauso wie die frühere Produktion für den Detailhandel, nur unter grossem wirtschaftlichem Druck funktionieren. Für uns als Team bedeutet dies, dass wir weiterhin auf günstige Arbeitskräfte angewiesen sind, und in vielen Bereichen nicht nachhaltig arbeiten können. Aufgrund dessen haben wir als Team eine neue Strategie für das Farngut erarbeitet. Diese soll uns einen nachhaltigen Weg in der Direktvermarktung ermöglichen, welcher uns täglich Freude bereitet.

Wir freuen uns Euch DAS Angebot von nun an anbieten zu dürfen!